Jojoba ist ein Wüstenstrauch, welcher endemisch in Mexiko, Kalifornien und Arizona im Gebiet der Sonora-Wüste vorkommt. Seine lateinische Bezeichnung geht auf einen Irrtum zurück, da ein Botaniker bei der Erstbestimmung die Samen irrtümlich mit Proben anderer Pflanzen aus dem Kaiserreich China durcheinanderbrachte.
Der immergrüne, zweihäusige und holzige Strauch wächst in Halbwüsten und Wüsten und wird kommerziell neben den USA noch in Israel, Argentinien, Peru und Australien angebaut. Die Höhe der Sträucher variiert von 0,5 bis 4 Metern, üblich sind 2-2,5 Meter. Sie besitzen Pfahlwurzeln, welche etwa 6 Meter tief in den Boden eindringen können. Gepflanzt werden Hecken mit jeweils 2 Metern Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen und 5 Metern Zwischenraum, ideal ist ein fruchtbarer Boden mit einem pH-Wert von mehr als 5. Mindestens 5 % der Pflanzen sollten männlich sein, um eine Bestäubung sicher zustellen. Der erste Ertrag kann nach 3 bis 5 Jahren erzielt werden, das Ertragsmaximum liegt bei 12 Jahren. Natürlich können die Sträucher etwa 200 Jahre alt werden. Ihre ökologische Bedeutung liegt im Schutz vor Bodenerosion und der Schaffung eines günstigen Kleinklimas. |